
Siegrid Ehlers im Gespräch mit Bürgern (6.8.2005)
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Vorstellung (PDF) Ich bin Siegrid Ehlers, vor 55 Jahren in Oberhausen als erstes von sieben Kindern in einem sozialdemokratisch geprägten Arbeiterhaushalt geboren. Nach meiner Lehre zur Schauwerbegestalterin gründete ich vor 37 Jahren mit meinem Mann eine Familie und wurde dreifache Mutter inzwischen erwachsener Kinder. Nachdem die Kinder aus dem Haus waren, qualifizierte ich mich zunächst als Sekretärin, wurde Pfarramtsekretärin in Essen- Borbeck und gab diesen Arbeitsplatz auf, um meine Mutter, die vor einem Jahr gestorben ist, aus einem Altenheim in meine häusliche Pflege zu holen. Viele Jahre lang habe ich mich für Benachteiligte engagiert, ohne mich politisch zu binden. Bevor das Wort Migration in Parteiprogrammen auftauchte, habe ich mich für Kriegswaisenkinder im ehemaligen Jugoslawien engagiert und bin bis heute eine gesuchte Gesprächspartnerin für Menschen aus Süd- und Südosteuropa, um ihnen beim Umgang mit Behörden und den Formularen zu helfen. Als im Jahre 1998 die Rot-Grüne Regierung das Kohl-Erbe übernahm hoffte ich auf Einlösung der Wahlversprechen und eine sozial gerechte Politik. Der dann aber beginnende Abbau der von den Arbeitern jahrzehntelang erkämpften sozialen Absicherung, mit dem Höhepunkt der Agenda 2010, schreit zum Himmel. Auf der Suche nach einer wählbaren Alternative fand ich vor einem Jahr die WASG, beteiligte mich sofort an den damals beginnenden Montagsdemos und wurde Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins WASG in Essen und dann in diesem Jahr auch Mitglied der Partei WASG. Im Landtagswahlkampf NRW habe ich meinen Mann nach Kräften unterstützt um unserer Partei in Essen zu einem viel beachteten Ergebnis zu verhelfen, dem landesweit zweitbesten für unsere neue Partei. Dabei wurde uns im Straßenwahlkampf deutlich, was unsere Menschen wirklich bewegt: sie haben Angst! Angst vor Gegenwart und Zukunft. Angst um ihren Arbeitsplatz. Angst um ihre Gesundheit. Angst vor dem Alter. Lasst uns die einmalige Gelegenheit gestalten, eine starke Opposition im Bundestag zu installieren: ein Gegengewicht zum herrschenden Einheitsbrei aus SPD, CDU, GRÜNE und FDP, und den weiteren Sozialabbau stoppen, der schon längst zum Sozialraub geworden ist. Die Politiker sollen sich kreative Gedanken machen über wirkliche Reformen und nicht einfach nur über weitere Kürzungen im sozialen Bereich. Lasst uns antreten gegen diese Ungerechtigkeit! Lasst uns sofort beginnen, eine soziale - eine gerechte Politik zu gestalten, um die Sorgen und Nöte der Menschen, die zu uns mit all ihren Hoffnungen kommen, in die Parlamente zu tragen! Lasst uns Armut bekämpfen und Armut verhindern!
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